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APA-Artikel 11. Jänner 2012

Merck will Aktionäre belohnen

Der US-Pharmariese Merck & Co will seinen Aktionären in diesem Jahr kräftig die Taschen füllen. Unter anderem will der nach Pfizer zweitgrößte Arzneimittelhersteller der USA seine Aktionäre mit dem Rückkauf eigener Aktien bei der Stange halten.

"Es gibt sowohl den Spielraum als auch die Ambitionen, für die Aktionäre zusätzlichen Wert zu schaffen", sagte Merck-Chef Ken Frazier am Dienstag auf einer Investorenveranstaltung der Investmentbank JP Morgan in San Francisco. Von Anfang 2010 bis November 2011 hatte das Unternehmen bereits eigene Aktien im Wert von drei Mrd. Dollar (2,34 Mrd. Euro) zurückgekauft. Dazu kamen Dividenden im Volumen von zusammen neun Mrd. Dollar. Wie andere internationale Pharmakonzerne muss auch Merck & Co in diesem Jahr mit dem Ablauf von Patenten kämpfen. Dennoch ist Konzernchef Frazier zuversichtlich. "Trotz des Patentablaufs bei Singulair reden wir nicht davon, eine Talsohle in diesem Jahr zu durchqueren", sagte der Manager, der im Jänner 2011 das Ruder bei Merck & Co übernommen hatte. Das Asthma-Mittel hatte dem in Whitehouse Station im US-Bundesstaat New Jersey ansässigen Unternehmen zuletzt immerhin Jahresumsätze von fünf Mrd. Dollar beschert. Experten gehen davon aus, dass Singulair dieses Jahr Konkurrenz durch billigere Generika bekommen wird.

Große Zukäufe sind bei Merck erst einmal nicht geplant. Der Konzern ist immer noch damit beschäftigt, die 41 Mrd. Dollar teure Übernahme von Schering Plough im Jahr 2009 zu verdauen. Frazier zufolge könnten sich aber Zukaufsgelegenheiten bei Unternehmen bieten, die neue Medikamente in der frühen Phase der Entwicklung haben. Seien neue Wirkstoffe erst einmal in der zweiten oder dritten Phase der klinischen Entwicklung werde der Bieterprozess intensiver, sagte der Manager. Idealerweise werde sich Merck bei Zukäufen im Rahmen seiner Therapiefelder bewegen, wozu etwa Asthma-Medikamente, Mittel gegen Hepatitis C sowie Präparate gegen Rheumatoide Arthritis gehörten.

apa.at

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