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APA-Artikel 23. Mai 2011

Pflegekräfte aufwerten

Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) fordert einen Paradigmenwechsel in der Wahrnehmung des Pflegeberufs. "Pflegefachkräfte müssen zu einem gleichwertigen Partner im diagnostischen und therapeutischen Bereich werden", erklärte ÖGKV-Präsidentin Ursula Frohner im Gespräch mit der APA.

Diese Berufsgruppe dürfe zudem nicht als "Kostenfaktor" gesehen, sondern müsse endlich als "Leistungerbringer" wahrgenommen werden. Schließlich würden die Pflegefachkräfte rund zwei Drittel der Leistung im Gesundheitsbereich erbringen. Die zumeist zeitintensiven Therapiemaßnahmen müssten ja von jemandem umgesetzt werden. Außerdem bestehe eine Hauptaufgabe darin, Menschen in ihre normale Lebenssituation zurückzuführen. Rund 39.000 gelisteten Medizinern würden in Österreich über 90.000 Pflegefachkräften gegenüberstehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei die "akademische Option" in der Ausbildung. Ohne auf das "Erfahrungswissen" der Pflegefachkräfte verzichten zu können, brauche es für die Herausforderungen der Zukunft die Möglichkeit einer akademischen Ausbildung. In diesem Punkt sei Österreich gemeinsam mit Deutschland Schlusslicht. Das gehöre dringend diskutiert, betonte Frohner im Vorfeld des 19. Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegekongresses, der am Montagabend in Innsbruck beginnt.

Der Kongress wird vom ÖGKV gemeinsam mit dem Landesverband Tirol veranstaltet und steht unter dem Motto "Gepflegte Profession - Die Pflege geht ihren Weg im intra- und extramuralen Handlungsfeld". Bis 25. Mai sollen die Professionalisierung und Weiterentwicklung der Pflege zentrale Themen sein. Rund 1.000 Teilnehmer werden erwartet, 30 Referenten spannen den Bogen vom Akut- und Langzeitpflegebereich bis zum Themenkomplex Bildung. Ziel sei dabei, die unterschiedlichen Anforderungen und spezifischen Problemlagen auf dem Gebiet der Pflege herauszuarbeiten.

apa.at

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