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APA-Artikel 17. Jänner 2011

Interventionelle Radiologie bietet viele Vorteile

Die interventionelle Radiologie als Alternative zu chirurgischen Eingriffen: "Patienten werden meist früher aus dem Krankenhaus entlassen, was nicht nur der Patient, sondern auch die Krankenkassen begrüßen sollten. Auch eine Vollnarkose ist in den meisten Fällen nicht notwendig", erklärte Franz Karnel, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für interventionelle Radiologie.

Zudem seien die Schmerzen wesentlich geringer als bei chirurgischen Eingriffen, sagte er anlässlich der internationalen Tagung IROS 2011 im Salzburg Congress. Haupteinsatzgebiet der Methode ist die Onkologie sowie bei Arterienerkrankungen vom Aorta Anorisma und Schlaganfall bis hin zum klassischen Raucherbein und bei chronischen Schmerzzuständen wie etwa bei Wirbelsäulenleiden.

Für diese Krankheitsbilder bietet die Methode minimal invasive Eingriffe an. Hierbei werden bei örtlicher Betäubung lediglich millimeterdünne Katheter mit Hilfe von Führungsdrähten in Blutgefäße oder andere Gangsysteme eingeführt, um an die erkrankte Stelle im Körper zu gelangen. Mehr als 700 Fachärzte aus Österreich, der Schweiz und Deutschland tagten in den vergangenen Tagen zu dem Thema in Salzburg.

Je nach Krankheit werden dann Medikamente, Ballon-Katheter und Stents eingeführt, die dann direkt am Ort des Geschehens zur Wirkung kommen. So ist es bei einem Tumor oft nicht mehr nötig, die gefürchtete, systemische Chemotherapie durchzuführen, da die mittels Katheter eingebrachten Medikamente direkt und ausschließlich am Tumor wirken. Auch im Bereich der Schmerztherapie wie bei Bandscheibenvorfällen wird eine Operation obsolet.

Bereits jetzt laufen schon die Vorbereitungen für die nächste Großveranstaltung zu diesem Thema: Von 10. bis 14. September wird in München der Europäische Kongress für Interventionelle Radiologie stattfinden. Es werden rund 6.000 Teilnehmer erwartet.

apa.at

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