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APA-Artikel 12. August 2010

Rohe Aroniabeeren in kleinen Mengen unbedenklich

Der Verzehr von rohen Aroniabeeren ist in kleinen Mengen unbedenklich. Darauf weist der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn hin. Zwar enthielten rohe Aroniabeeren 0,6 bis 1,2 Milligramm (mg) pro 100 Gramm (g) an Zuckermoleküle gebundene Blausäure. Aber der größte Anteil komme wohl in den kleinen Kernen vor, die normalerweise nicht vollständig zerkaut werden.

Erst durch das Zerkauen würde nämlich die Blausäure freigesetzt werden, so der aid. Außerdem sei der Gehalt im Vergleich beispielsweise zu süßen Marillenkernen niedrig: Dort liege er im Mittel bei 2,5 mg pro 100 g. Durch Entsaften oder Kochen kann die Blausäure weitgehend unschädlich gemacht werden. Die zwölf Millimeter dicke, dunkelblaue, säuerlich-herb schmeckende Beere gibt es daher vornehmlich getrocknet, als Saft, Tee, Sirup, Likör oder Konfitüre zu kaufen, erläutert der aid.

Unter allen Beeren habe die Aroniabeere einen der höchsten Gehalte an Anthocyanen. Diese schützen möglicherweise vor Krebs. Auch die Vitamine K und C sind in größeren Mengen enthalten. Vitamin K ist dem aid zufolge wichtig für die Blutgerinnung und den Knochenstoffwechsel im menschlichen Körper. Vitamin C schützt als Radikalfänger die Zellwände in Haut und Körper vor gefährlichen Sauerstoffmolekülen.

apa.at

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