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APA-Artikel 10. November 2009

H1N1-Grippewelle hat Österreich erreicht

Infektionen mit dem Grippevirus H1N1 haben in Österreich nun ein flächendeckendes Ausmaß erreicht. Derzeit sei die Daten-Auswertung noch im Gange, man könne aber bereits von einer ausgebrochenen Grippewelle sprechen, die durch das neue H1N1-Virus verursacht wurde, erklärte Virologie-Experte Franz X. Heinz, Vorstand des Klinischen Instituts für Virologie der Medizinischen Universität Wien. "Wir haben einen starken Anstieg der positiven Fälle." Dieser sei seit einigen Tagen beobachtbar.

Ärztegesellschaft rät zu Impfung gesunder Kinder

Die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde empfiehlt die seit 9. November verfügbare Impfung gegen für gesunde und chronisch kranke Kinder. Entsprechend der Empfehlung für eine Immunisierung gegen die saisonale Influenza sollten sich Minderjährige auch gegen die neue A(H1N1)-Influenza impfen lassen, hieß es in einer Aussendung.

Im Mittelpunkt der gerade angelaufenen Impfaktion stehen derzeit Schwangere und chronisch Kranke. "Auch für gesunde Kinder, die viel unter Menschen sind (Schule, Kindergarten), ist die H1N1-Impfung sinnvoll", betonte die Gesellschaft. "Mehr als 50 Prozent der Neuerkrankungen am H1N1-Virus treffen Kinder und Jugendliche." Wichtig sei aber vor allem eine hohe Durchimpfungsrate der Bevölkerung, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindert.

Impfaktion im Strafvollzug angelaufen

"Wir zählen sicherlich zur Risikogruppe", erklärte dazu Vollzugsdirektor Karl Drexler im Gespräch mit der APA. Mindestens zwei Justizwachebeamte sind bereits an der "Neuen Grippe" erkrankt - in beiden Fällen haben sich die Betroffenen bei Reisen ins Ausland angesteckt. Einem wurde ein Urlaub auf Mallorca zum Verhängnis.

In den Gefängnissen selbst sind noch keine Krankheitsfälle aufgetreten. "Meines Wissens gibt es derzeit keinen Häftling, bei dem das Virus nachgewiesen wurde", sagte Drexler.

Die Impfung wird den Bediensteten auf freiwilliger Basis angeboten. Der Zuspruch sei "durchwachsen", berichtete der Vollzugsdirektor. Helene Pigl, die Leiterin der Justizanstalt Wien-Josefstadt, bestätigte das auf APA-Anfrage. Auf die Frage, wie gefragt im größten Gefängnis des Landes die Impfung sei, erwiderte Pigl: "Mordsgedränge gibt es keines."

apa.at

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